05.10.2011

Vom Raubbau zum Wiederaufbau

15 Organisationen fordern gemeinsam einen Kurswechsel für die EU-Fischereipolitik.

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14.09.2011

Wandel der Meere bedroht die Menschheit

Die aktuellen und künftigen Veränderungen der Temperatur und Chemie des Meeres verursachen hohe ökologische, finanzielle und soziale Kosten. Das zeigen über 100 Projekte der EU-Meersforschungs-Initiative "CLAMER" http://clamer.eu , die am heutigen Mittwoch in Brüssel präsentiert werden.

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07.09.2011

EU und USA schließen Pakt gegen illegale Fischerei

Die USA und die EU wollen gemeinsam die Ausbeutung der Meere eindämmen. Ein jetzt unterzeichnetes Abkommen soll den Import illegal gefangenen Fisches unterbinden und den Informationsaustausch zwischen den Regierungen erleichtern.

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16.08.2011

"Die Probleme hat die Nordsee auch"

Falsch beflaggte Schiffe aus Europa fischen in Afrika die Meere leer, weiß der Fischer Gaoussou Gueye. In der Nordsee machten niederländische Konzerne das genauso.

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12.08.2011

Bildungs- und Informations-DVD zum Dokumentarfilm "Hunger" erhält Comenius-Medaille

Der 90-minütige Dokumentarfilm "Hunger" erzählt, wie Menschen, Gruppen und Organisationen dem Hunger in der Welt begegnen wollen. Die Bildungs- und Informations-DVD zum Film ist kürzlich mit der Comenius-Medaille für didaktische Multimedia-Produktionen ausgezeichnet worden, wie die Pressestelle der Aktion "Brot für die Welt" mitteilt.

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10.08.2011

Greenpeace-Stellungnahme zu den Forderungen der norddeutschen Fischereiministerkonferenz am 10. August 2011

Am 10. August 2011 tagte die norddeutsche Fischereiministerkonferenz in Kiel. Die Fischereiminister von Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hamburg, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern setzten sich dort sowohl mit der Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik der EU als auch mit dem Schutz von NATURA 2000-Gebieten auseinander. Im Folgenden nimmt Greenpeace Stellung zu den zentralen Aussagen und Forderungen der Minister.

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10.08.2011

Fischereiministerkonferenz der norddeutschen Bundesländer

Zur Fischereiministerkonferenz der norddeutschen Länder haben die entwicklungspolitischen Landesnetzwerke aus Hamburg, Bremen und Schleswig-Holstein sowie der Evangelische Entwicklungsdienst und Fair Oceans im Kontext der Veranstaltungsrundreise "Leere Netze?" Presseerklärungen zur globalen Situation der Fischerei und der Verantwortung der europäischen Politik herausgegeben.

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02.08.2011

Zonen der Artenvielfalt

Der Mensch beutet die Meere rücksichtslos aus, viele Flüsse und Seen sind stark verschmutzt, das Leben in ihnen ist bedroht. Jetzt haben Forscher in einem Großprojekt die Gewässerregionen identifiziert, die für den Erhalt der Säugetiere besonders wichtig sind.

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13.07.2011

Neue EU-Fischereipolitik verfängt nicht

Die erneuerte "Gemeinsame Fischereipolitik" der Europäischen Union ist für die Entwicklungsländer ein Desaster, teilte der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) heute in Bonn mit. "Im EU-Gesetzesentwurf fehlen Zusagen für mehr Transparenz und die Beteiligung der Zivilgesellschaften Afrikas und Asiens bei Vertragsverhandlungen mit uns Europäern", sagte EED-Fischereiexperte Francisco Mari.

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12.07.2011

"Nachhaltiges Fischmangement" der EU

Die EU-Kommission plant, den Fischfang radikal einzuschränken. Das Vorhaben kann aber am Widerstand der Mitgliedstaaten scheitern. Und an mangelnden Kontrollen

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06.07.2011

Fischerei an der Grenze zum Kollaps

Ökologisch katastrophal, wirtschaftlich unsinnig, aus demokratischer Sicht fragwürdig – so beschreibt der Fischereibiologe Dr. Rainer Froese vom Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins „Nature“ die europäische und deutsche Fischereipolitik der vergangenen Jahrzehnte.

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21.06.2011

Ozeanen droht Massenaussterben

Erstmalig fand ein internationaler und interdisziplinärer Workshop zu den kumulativen Effekten von Umwelteinflüssen auf die Weltmeere statt. Dr. Alex Rogers, wissenschaftlicher Direktor des IPSO fasst das Ergebnis wie folgt zusammen: "The findings are shocking."

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09.06.2011

Billiger Fisch durch Sklavenarbeit von Kindern in Asien

Anlässlich des Tags gegen Kinderarbeit am kommenden Sonntag veröffentlicht die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision eine neue Studie, die Zwangs- und Sklavenarbeit in der Fischereiwirtschaft in der asiatischen Mekong-Region im Fokus hat.

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03.06.2011

Ozeane der Moderne

Workshop "Ozeane der Moderne" am 3. Juni 2011 in Münster zeigt ein wachsendes Interesse der Historiker am Meer als Geschichtsraum

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09.02.2011

Fischtheke

EED-Studie zur Fischerei auf dem Weltsozialforum

Wenn westafrikanische Fischer gemeinsam mit Investoren aus Europa und Asien Fischereiunternehmen aufbauen, bleiben die Netze der Kleinfischer vor Ort leer. Dies geht aus einer Studie hervor, die der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) auf dem Weltsozialforum in Dakar vorstellt.

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02.02.2011

In der Tiefsee gibt es keinen Freibrief für Konzerne

HAMBURG taz | Die Ölbohrplattform "Deepwater Horizon", die im April im Golf von Mexiko unterging, war erst der Anfang. Nicht nur Erdöl und Gas, auch Mineralien, Gold und Industrierohstoffe werden in wenigen Jahren immer häufiger aus der Tiefsee gefördert werden. Der Internationale Seegerichtshof in Hamburg fällte dazu am Dienstag ein richtungweisendes Urteil: Energie- und Bergbaukonzerne müssen zukünftig in vollem Umfange haften und können ihre Verantwortung nicht durch eine clevere Vertragsgestaltung auf Entwicklungs- und Schwellenländer abladen.

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05.12.2010

Fischtheke

Fische und Knollen

Arbeitsgruppe Meerespolitik beim Forum Umwelt & Entwicklung gegründet.

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15.09.2010

Seile

Vernetzung

Im November 2010 wird im Rahmen des Forums Umwelt und Entwicklung zu dem Gründungstreffen einer überregionalen Arbeitgruppe zur Meerespolitik eingeladen.

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15.09.2010

Wem gehört das Meer?

Gegen 2 Euro ist die 74seitige Broschüre "Wem gehört das Meer?" mit einer ganzen Reihe informativer Artikel zur Meerespolitik zu beziehen.

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Wem gehört der Fisch?

Tagung im Klimahaus in Bremerhaven

 

--- Pressemitteilung von Fair Oceans zu den Ergebnissen der Tagung ---

 
am 08. Oktober 2011
von 10.30 bis 18.00 Uhr

Am Längengrad 8 - 27568 Bremerhaven

 

Fisch ist eine knappe und begehrte Ressource. Mit immer größerem Aufwand versuchen die Fischereiflotten ihre Fänge einzubringen. Kleinfischer werden in diesem Wettkampf um den Fisch mehr und mehr von der industriellen Fischerei verdrängt. Doch die Überfischung der Meere setzt der Fischerei zunehmend Grenzen und gefährdet die Meeresökologie. Ohne Fisch haben die Fischer keine Zukunft.
 
Angetrieben wird diese problematische Entwicklung unter anderem durch eine Zunahme des Fischkonsums und eine Ausweitung des Handels mit Fischereierzeugnissen. So importiert Europa inzwischen mehr als die Hälfte des hier verzehrten Fisches. Zudem erwirbt die EU mit Partnerschaftsverträgen vor Westafrika und im Pazifik Lizenzen, um seine subventionierten und überdimensionierten Flotten dort auf Fangfahrt schicken zu dürfen. Der Fisch, den die Menschen im Süden dringender für ihre Ernährung brauchen als wir, landet letztlich dann bei uns. 
 
Vor diesem Hintergrund wird die globale Bedeutung der Reform der EU-Fischereipolitik deutlich. Um eine ausführliche Diskussion der entwicklungs- und umweltpolitischen Bedeutung der europäischen Fischereipolitik zu ermöglichen, findet am 08. Oktober 2011 im Klimahaus in Bremerhaven die Tagung »Wem gehört der Fisch?« statt.
 
Zum einen soll mit der Tagung der Austausch der inhaltlichen Positionen zwischen Umwelt-, Fischerei- und Entwicklungspolitik vorangebracht werden. Zum anderen soll in Hinsicht auf die Reform der EU-Fischereipolitik die öffentliche Aufmerksamkeit auf die globale Dimension der Fischereipolitik und die Rolle der EU gelenkt werden.
 
Auf der Tagung werden deshalbg verschiedene zivilgesellschaftliche und fachliche Betrachtungen der Fischereipolitik zur Sprache kommen. Thematisch wird dabei ein Bogen zwischen Umwelt und Entwicklung geschlagen, der die Situation der Fischerei im globalen Süden mit der an  der norddeutschen Küste verbinden soll.
 
Programm
 
10.00 Uhr - Einlass

 
10.30 Uhr - Begrüßung und Einführungsreferat
Was haben Entwicklungs- und Meerespolitik miteinander gemein?
Kai Kaschinski
(Fair Oceans)

 
11.00 Uhr - Referat und Diskussion
Und wo ist der Kabeljau?
Zur Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik in Europa.

Rainer Froese (IFM-GEOMAR)

 

12.00 Uhr - Podium und Diskussion
Welche Schlussfolgerungen lassen sich aus den Erfahrungen im Meeresschutz und der Fischerei für eine nachhaltige Fischereipolitik ziehen?
Nina Wolff (OCEAN2012)
Ralf Döring
(vti - Institut für Seefischerei)
Dirk Sander
(Erzeugergemeinschaft Weser-Ems)
Lothar Vogt (
Der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen - Fischwirtschaft)

 

13.30 Uhr - Mittagspause
 
14.30 Uhr - Referat und Diskussion
Welche Auswirkungen hat die Fischereipolitik im globalen Süden?
Francisco Mari
(EED)

 
15.30 Uhr - Kaffeepause
 
16.00 Uhr - Podium und Diskussion
Welche Ansatzpunkte hat die Entwicklungspolitik zur Umsetzung von Ernährungssicherheit, Meeresschutz und Armutsbekämpfung in der Fischerei?
Billo Heinzpeter Studer (fair-fish)
Jens Ambsdorf
(Lighthouse Foundation)
Marc Nolting
(giz - Aquatische Ressourcen)
Gaoussou Gueye
(CONIPAS)

 

17.30 Uhr - Perspektiven und Auswertung
Was bleibt zu tun?
Béatrice Gorez (CFFA)

 
18.00 Uhr - Ende

 

Programmflyer als pdf

 

tl_files/pdfs/WemGehoertDerFisch/WemGehoertDerFischCover.jpg
 

Anmeldung

 

Um uns eine bessere Planung der Tagung zu ermöglichen, bitten wir, wenn möglich, um eine schriftliche Anmeldung per E-Mail unter: fair-oceans@gmx.info

 


Die Tagung wird organisiert von der »Arbeitsstelle Agrarhandel und Fischerei« des »Evangelischen Entwicklungsdienstes« (EED) und dem Arbeitsschwerpunkt »Fair Oceans« des »Vereins für Internationalismus und Kommunikation e.V.« (IntKom) in Kooperation mit »OCEAN2012« und dem »Forum Umwelt und Entwicklung«. Untertützt wird sie zudem vom Nord-Süd-Forum Bremerhaven e.V. und der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Region Bremen-Weser-Elbe.

 


Die Rundreise ist Teil des Projektes »Die Bedeutung der Meerespolitik für das Nord-Süd-Verhältnis« des Vereins IntKom und seines Arbeitsschwerpunktes Fair Oceans und wird gefördert mit Mitteln des »Evangelischen Entwicklungsdienstes«, von »Umverteilen! Stiftung für eine, solidarische Welt« und aus der Lotterie »BINGO« durch den »Senator für Umwelt, Bau und Verkehr« und umgesetzt mit finanzieller Unterstützung des BMZ.


Tagung: Meer oder weniger?

Als Kooperationspartner der Tagung "Meer oder weniger? Über die Benutzung eines Gemeingutes: Blaue Träume und graue Wirklichkeiten" von "umdenken - Heinrich-Böll-Stiftung e.V." berichtet Fair Oceans am 20. August 2011 in Hamburg im Rahmen eines Workshops über die Ergebnisse der Rundreise "Leere Netze?" und ihre zentralen Inhalte. Das vollständige Programm der Tagung können Sie dem Flyer entnehmen. Während der Tagung wird die Austellung "Fair Oceans" zu sehen sein.


Rundreise: Leere Netze!?

Fischerei zwischen Globalisierung und Meeresschutz

Eine Rundreise vom 26. Juli bis zum 11. August 2011 entlang der norddeutschen Küste mit Vorträgen und Diskussionen zu den Problemen, Auswirkungen und globalen Zusammenhängen der Fischerei.

 

Von den Erfahrungen und der Situation der Kleinfischerei vor der Küste Westafrikas berichtet Gaoussou Gueye aus dem Senegal.

 

Angesichts der sich weltweit verschärfenden Ernährungskrise und der parallel zunehmenden Überfischung der Weltmeere ist eine nachhaltige Entwicklung der Fischerei ungemein wichtig. Rund eine Milliarde Menschen sind bei ihrer Versorgung mit Eiweißen vom Fisch abhängig. Gleichzeitig sind die Meeresökosysteme extrem bedroht. Bis hinein in das 20. Jahrhundert galten die Weltmeere als unerschöpfliche Ressourcenquelle. Diese Einschätzung hat sich heute grundsätzlich gewandelt. Etwas mehr als die Hälfte aller genutzten Fischbestände werden bis an ihre Grenzen befischt, über ein Viertel der Bestände werden über diese hinaus ausgebeutet, sind bereits erschöpft oder erholen sich nur langsam.

 

Demgegenüber stehen weltweit circa 43,5 Millionen Menschen, die in der Fischerei und der Aquakultur arbeiten und rund zwei Millionen Boote betreiben. Die weitaus meisten von ihnen sind Kleinfischer im globalen Süden. Allein in Afrika sind es zwischen sechs und neun Millionen Kleinfischer, für die es durch die Überfischung, die internationale Konkurrenz um die Fanggebiete und die Industrialisierung der Fischerei immer schwieriger wird mit dem Fischfang den Lebensunterhalt zu verdienen.

 

Das Gleiche gilt für die Küstenfischer in Deutschland. Auch sie sind vom globalen Konkurrenzdruck betroffen und müssen auf die ökologischen und wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen reagieren. In beiden Fällen spielt dabei die EU-Fischerei- und Handelspolitik eine zentrale Rolle.

 

Die Ausrichtung der Subventionspolitik im Fischereiwesen, der Kauf von Fanglizenzen vor Afrika, die Kontrolle illegaler Piratenfischerei und die Festlegung angemessener Quoten für den Erhalt der Fischbestände sind nur einige der relevanten Aspekte, die in den Veranstaltungen zur Diskussion stehen.

 

Reisetagebuch

Im Reisetagebuch finden Sie aktuelle Fotos, Veranstaltungsberichte und Presseartikel.

 

Hintergrundinformationen

Rundreise-Flyer Download

Die einzelnen Stationen der Rundreise [+/-]

26. Juli - 19.00 Uhr • Fedderwardersiel

im und mit dem Nationalpark-Haus Museum Fedderwardersiel
und der Butjadinger Fischereigenossenschaft eG

Am Hafen 4 - 26969 Butjadingen

 

27. Juli - 19.00 Uhr • Wilhelmshaven

im Strandcafé Fährhaus am Banter See
mit der Grünen Jugend
und Der Linken in Wilhelmshaven

Henschelstraße 15 C - 26382 Wilhelmshaven

 

28. Juli - 19.00 Uhr • Carolinensiel

im und mit dem Deutschen Sielhafenmuseum

Pumphusen 3 - 26409 Carolinensiel

 

29. Juli - 19.30 Uhr • Greetsiel

im Haus der Begegnung
mit dem NABU Landesverband Niedersachsen, Nationalpark-Haus Greetsiel
und der Örtlichen Erzeugergemeinschaft der Kutter- und Küstenfischer „Emsmündung“ e.V.

Zur Hauener Hooge 11 - 26736 Greetsiel

 

01. August - 19.00 Uhr • Bremerhaven

im Restaurant Takelage - Schaufenster Fischereihafen
mit dem Nord-Süd-Forum Bremerhaven e.V.
und der Erzeugergemeinschaft der Küstenfischer im Weser-Emsgebiet e.V.

An der Packhalle IV - 27572 Bremerhaven

 

02. August - 19.00 Uhr • Cuxhaven

im und mit dem Nationalpark-Zentrum Cuxhaven

Hans-Claußen-Straße 19 - 27476 Cuxhaven

 

03. August - 19.00 Uhr • Husum

im und mit dem Nationalpark-Haus Husum
dem Weltladen Husum
und der Schutzstation Wattenmeer

Hafenstraße 3 - 25813 Husum

 

04. August - 19.00 Uhr • Wallnau

im und mit dem NABU Wasservogelreservat Wallnau

Wallnau 4 - 23769 Fehmarn

 

05. August - 19.00 Uhr • Hamburg

im Centro Sociale
mit der Bundeskoordination Internationalismus - BUKO
dem Förderkreis "Rettet die Elbe" e.V.
und dem Eine Welt Netzwerk Hamburg e.V.

Sternstr. 2 - 20357 Hamburg

 

06. August - 16.30 Uhr • Büsum

im Gäste- und Veranstaltungszentrum - Kleiner Saal
mit der Sparte See- und Krabbenfischer der Nordsee

Südstrand 11 - 25761 Büsum

 

08. August - 19.00 Uhr • Bremen

im Übersee-Museum Bremen
mit dem Bremer entwicklungspolitischen Netzwerk e.V.
dem Projektbüro Meeresschutz des BUND Bremen
mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG)
und dem Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung

Bahnhofsplatz 13 - 28195 Bremen

 

09. August - 19.00 Uhr • Lübeck

im Haus der Kulturen
mit terre des hommes - AG Lübeck
und dem Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein

Parade 12 - 23552 Lübeck

 

10. August - 19.00 Uhr • Kiel

im Restaurant & Cafe Seeburg
mit Frauenwege in Togo e.V.
der Lighthouse Foundation
dem Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein
und Fisch vom Kutter

Düsternbrooker Weg 2 - 24105 Kiel

 

11. August - 19.00 Uhr • Rostock

im Peter-Weiss-Haus
mit dem Eine-Welt-Landesnetzwerk M-V e.V.

Doberaner Straße 21 - 18057 Rostock

 


Informationen zu Gaoussou Gueye (Referent) [+/-]

Gaoussou Gueye

Geboren wurde Gaoussou Gueye 1957 in Dakar, der Hauptstadt des westafrikanischen Küstenstaat Senegal. Ausgebildet als Nautiker und Bootsmann arbeitete er zunächst auf Industrieschiffen der internationalen Ölindustrie und Hochseefischerei, u.a. für den französischen Handelsriesen »Offshore«.

 

»Damals habe ich erlebt, wie rücksichtslos und unkontrolliert die Fischindustrie die Umwelt verschmutzt und die Ressourcen auf dem Meer ausbeutet.« beschreibt Gaoussou seine Erfahrungen aus dieser Zeit.

 

Gaoussou entschloss sich Mitte der 90er Jahre zur Umkehr: Zunächst Angestellter der Hafenaufsicht in Dakar, machte er sich später im zweit wichtigsten Fischereihafen des Landes Mbour, 80 km von der Hauptstadt entfernt, selbständig. Als Zulieferer für die Fischer und Zwischenhändler gewann er das Vertrauen der Fischer. Doch das Gewerbe litt unter der Zunahme der internationalen Industriefischerei, welche den Kleinfischern Markt und Fischgründe streitig machten.

 

Seit über 15 Jahren unterstützt Gaoussou nun schon den Überlebenskampf senegalesischer Kleinfischer und des lokalen verarbeitenden Fischereigewerbes. Er wurde aktives Mitglied in einem lokalen Fischereigewerbeverband und bestärkte die Fischer in ihrer Verhandlungsposition gegenüber den Fischfabriken und -Händlern. Auch gegenüber dem Staat forderten sie dann Unterstützung: Insbesondere eine Überwachung der für die Kleinfischer reservierten Fischgründe und den Schutz vor den dort oft eindringenden illegalen Industriebooten.

 

Seit 2003 ist Gaoussou hauptamtlicher Vertreter des Kleinfischerei- und Gewerbeverband auf nationaler Ebene CONIPAS. Als Koordinator war er wichtiger Teil der Großkampagne gegen den Ausverkauf der Fischereilizenzen an internationale Fischtrawler.

 

»Dank des positiven Rückhalts bei Bevölkerung und Regierung gibt es seit 2006 kein Fischereiabkommen mit der Europäischen Union mehr. Doch das Problem ist existiert fort: Heute veräußert der Staat die lokalen Fischgründe heimlich an Lizenznehmer aus Asien oder Osteuropa. Wir müssen also weiter wachsam sein.« empört sich Gaoussou.

 

Mittlerweile ist Gaoussou Vizepräsident des Westafrikanischen Kleinfischereiverbandes CAOPA (Confédération Africaine des Organisations de Pêche Artisanale, Informationen zu CAOPA: in Englisch und Französisch); er sieht keine andere Möglichkeit mehr zur Sicherung der Lebensgrundlagen des westafrikanischen Fischereigewerbes als sich auf regionaler Ebene zu organisieren und auf internationaler Ebene Transparenz, Verantwortung und Unterstützung einzufordern.

 

[Autorin: Andrea Müller-Frank im Auftrag des EED nach dem Weltsozialforum im Februar 2011.]

 

Während der Rundreise besteht zudem die Möglichkeit zu Gesprächen mit Gaoussou Gueye außerhalb der Veranstaltungen und zur Vereinbarung von Presseterminen mit uns (siehe Kontakt).



Interview mit dem senegalesischen Fischer Dao Gaye [+/-]


Herr Gaye, sie sind seit 30 Jahren Fischer in Kayar/Senegal. Wie war ihr Leben als junger Fischer?

Vor dreißig Jahren fuhren wir mit kleineren Piroggenseglern zum Fischen und kamen mit vollen Netzen zurück. Wir fingen viele Edelfischarten und sie waren sehr groß, z.B. Doraden bis zu 90cm groß und 15cm breit. Wir waren nicht reich, aber wir konnten unsere Familien ernähren und waren im Lande hoch angesehen. Wir versorgten Dakar mit Edelfisch und das ganze Hinterland mit getrockneten Makrelen und Heringen. Fisch war die Nahrungsgrundlage unserer Bevölkerung.

 

Was hat sich geändert?

Heute sind die Boote motorisiert und man kann länger und weiter hinausfahren. Aber mehr Fisch fangen wir deswegen nicht, vor allem der Edelfisch, der uns viel einbrachte, ist entweder ganz klein oder findet sich gar nicht mehr in den Netzen.

 

Wie kam es dazu?

Nach der Erweiterung der 200 Meilen Zone war der Senegal, da es keine eigenen industriellen Fangschiffe hatte gezwungen seine Gewässer ausländischen Flotten zu öffnen. Erst kamen die Russen, dann die Japaner und zuletzt schloss Senegal ein Fischereiabkommen mit der EU ab. Die ausländischen Fangschiffe nahmen und nehmen mit, was sie bekommen können. Unmengen von Beifang werden tot wieder ins Meer gekippt, darunter auch tonnenweise Jungfisch und pelagische Arten, die das Herzstück unserer Ernährung bilden.

 

Wie überleben Sie und Ihre Kollegen?

Viele verlegen sich nun auf die für unsere Ernährung unwichtigeren Arten, die für den Export bestimmt sind, nämlich Tintenfisch und Krabben zum Beispiel. Manche versuchen mit 400m Netzen mit der industriellen Fischerei zu konkurrieren. Andere versuchen weit herausfahrend auch mit Langleinen Tunfisch auf 200-300m Tiefe zu fangen. Dadurch ist das Fischen auch viel gefährlicher geworden.

 

Welche Bedeutung hat die Fischerei noch in Ihrem Land?

600 - 800.000 Menschen leben direkt oder indirekt vom Fischfang. Es ist neben der Landwirtschaft der wichtigste ökonomische Sektor des Landes und einer der größten Devisenbringer.

 

Wie ist die Kleinfischerei im Senegal organisiert?

Das ist wohl die größte Veränderung der letzten 30 Jahre im Fischereisektor. Heute haben wir eine starke Organisation aller handwerklichen Bereiche der Kleinfischerei. Im Dachverband CONIPAS sind regionale Kleinfischerorganisationen, der Verband der fischverarbeitenden Frauen, die Zwischenhändler und die Händlerinnen für das Hinterland und auf den Fischmärkten organisiert. Während früher die Regierung unsere Fischgründe ohne uns zu fragen vergeben konnte werden wir heute als Gesprächspartner respektiert. Wir sitzen mit am Tisch, wenn der Senegal mit der EU oder anderen über Lizenzen oder Abkommen verhandelt. So haben wir 2006 verhindert, dass das Abkommen mit der EU verlängert wird. Nicht weil wir grundsätzlich dagegen sind, sondern weil die das Angebot der EU unzureichend und die wissenschaftliche Grundlage fragwürdig ist.

 

Wie sieht die Zukunft aus?

Oberstes Ziel ist es die handwerkliche Fischerei im Senegal zu erhalten. Das wird nur gelingen, wenn unsere Kinder eine Zukunft im Gewerbe sehen und nicht mit den Booten die oft tödliche Überfahrt nach Spanien riskieren. Dazu müssen wir auch bei uns Verantwortung übernehmen durch eine Registrierung der Piroggen, Schutzzonen, Fangbegrenzungen und sozialen Absicherungen, wie einer Kranken- und Rentenversicherung. Aber alles hängt davon ab, ob es uns gelingt den illegalen Fischfang, unregulierte Lizenzvergaben, und nicht nachhaltige Fangmethoden der ausländischen Trawler zu stoppen.

 

[Don Gaye ist Fischer im senegalesischen Dorf Kayar und Vorsitzender des Verbandes für Kleinfischerei. Das Interview führte Dissa Preira, freier Journalist in Dakar, im Mai 2010. aus: Infozeitung Fair Oceans]

 


Interview mit Dirk Sander von der Erzeugergemeinschaft Küstenfischer Weser-Ems [+/-]

 

Dirk Sander von der Erzeugergemeinschaft Küstenfischer Weser-Ems zur aktuellen Situation der Fischerei an der Nordseeküste. Interviewer: Kai Kaschinski, Juli 2011

Download der pdf-Datei

 


Radiointerview mit Francisco Mari zu Europas Fischereipolitik vor Westafrika [+/-]

 

In dem Interview für Radio Mondiale "Alptraum im Fischerboot - Europas Fischereipolitik und Afrikas Flüchtlinge" nimmt Francisco Mari, Mitorganisator der Rundreise, Stellung zu verschiedenen inhaltlichen Aspekten der Rundreise.

 


Christian Jakob in der taz zur Fischerei vor dem Senegal [+/-]


In dem taz-Artikel "Der europäische Raubfisch - Hochsubventionierte europäische Fangflotten ruinieren Bestände, die Preise und die regionale Wirtschaft Afrikas" berichtete Christian Jakob während des Weltsozialforums über die Situation der Fischerei im Senegal.


Die Rundreise ist Teil des Projektes »Die Bedeutung der Meerespolitik für das Nord-Süd-Verhältnis« des Vereins IntKom und seines Arbeitsschwerpunktes Fair Oceans und wird gefördert mit Mitteln des »Evangelischen Entwicklungsdienstes«, von »Umverteilen! Stiftung für eine, solidarische Welt« und aus der Lotterie »BINGO« durch den »Senator für Umwelt, Bau und Verkehr« und umgesetzt mit finanzieller Unterstützung des BMZ.

 

Der Herausgeber ist für den Inhalt allein verantwortlich. V.i.S.d.P.:

IntKom - Bernhardstraße 12 - 28203 Bremen