27.11.2013

Eine Positionsbestimmung der deutschen Umwelt- und Entwicklungsverbände

Um mit den eigenen Positionen Einfluss auf die Post-2015-Agenda zu nehmen hat das "Forum Umwelt und Entwicklung" in Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von deutschen Organisationen der Umwelt- und Entwicklungspolitik ein Positionspapier herausgebracht, das Forderungen für die unterschiedlichsten globalen Umweltfragen formuliert. Das Forderungspapier präsentiert unter anderem den gemeinsamen Diskussionsstand weiter Teile der in der Meerespolitik aktiven Organisationen.

Weiterlesen …

02.11.2013

Kein Meeresschutz in antarktischen Gewässern

Nachrichtenagenturen melden, dass die aktuellen Verhandlungen über die Einrichtung von Meeresschutzgebieten in der Antarktis gescheitert sind.

Weiterlesen …

29.10.2013

Deutschland erkundet die Tiefseeressourcen des Indischen Ozeans

Das deutsche Schiff „Sonne“ ist im Rahmen des Forschungsprogramms INDEX zu einer Expedition in den Indischen Ozean aufgebrochen, um die Einreichung eines Antrags für eine Explorationslizenz zur Erkundung von polymetallischen Sulfiden bei der Internationalen Meeresbodenbehörde (IMB) weiter voranzutreiben.

Weiterlesen …

21.10.2013

Brasilien versteigert die Meeresressourcen der Tiefsee

Brasilien hat das Offshore-Ölfeld „Campo de Libra“ entsprechend des so genannten „Teilungs“-Modells versteigert, berichtet das Handelsblatt. Shell und Total haben sich dabei je 20 Prozent und die chinesischen Staatskonzerne CNPC und CNOOC jeweils 10 Prozent an dem Projekt gesichert. Die brasilianische Petrobras ist mit 40 Prozent an dem Konsortium beteiligt.

Weiterlesen …

03.10.2013

Der Zustand der Meere ist kritisch

Das „International Programme on the State of the Ocean“ (IPSO) und die „Weltnaturschutzunion“ (IUCN) zeichnen mit ihrem Bericht „State of the Oceans 2013: Perils, Prognoses and Proposals“ ein kritisches Bild von der Zukunft der Ozeane.

Weiterlesen …

31.05.2013

EU beschließt neue nachhaltigere Fischereipolitik

Europaparlament, Kommission und Rat haben sich gestern in Brüssel auf eine neue Fischereipolitik geeinigt. Das Hauptziel der Reform − ein baldiges Ende der Überfischung in den EU Gewässern einzuleiten − wurde aber verfehlt. Immerhin werden die EU-Fischtrawler, die vor den Küsten von Entwicklungsländern auf Fang gehen, in Zukunft viel strengere Regeln befolgen müssen.

Weiterlesen …

05.04.2013

Abhängigkeit Deutschlands von Fischimporten nimmt 2013 weiter zu

Deutschland ist weiterhin abhängig von Fischimporten. Der deutsche Fischkonsum übersteigt mit über 15 kg pro Kopf die legalen Fangmöglichkeiten deutscher Fischer bei weitem. Am kommenden Sonntag (7.4.2013) ist der so genannte Fish Dependence Day erreicht.

Weiterlesen …

10.12.2012

Meeresschutzorganisationen wenden sich gegen Privatisierung der Hochsee

Heute, am 10. Dezember 2012, jährt sich zum dreißigsten Male die Unterzeichnung der „United Nations Convention on the Law of the Sea” (UNCLOS). Die UN-Seerechtskonvention ist eines der für die Entwicklungs- und Umweltpolitik bedeutendsten internationalen Übereinkommen.

Weiterlesen …

20.06.2012

Rio Ocean Declaration

Die Meerespolitik ist trotz aller Dynamiken auf See international immer wieder vernachlässigt worden. Die Anstrengungen im Meeresschutz haben nicht Schritt gehalten mit den Entwicklungen in der Fischerei, bei Offshore-Projekten oder in der Schifffahrt.

Weiterlesen …

14.06.2012

Richtlinien zum Schutz der Kleinfischerei

Vom 09. bis 13. Juni fand in Rom die 30. Sitzung des "Committee on Fisheries" (COFI 30) der FAO statt. Ein Schwerpunkt des COFI 30 war die Entwicklung von Richtlinien zum Schutz der Kleinfischerei.

Weiterlesen …

05.10.2011

Vom Raubbau zum Wiederaufbau

15 Organisationen fordern gemeinsam einen Kurswechsel für die EU-Fischereipolitik.

Weiterlesen …

16.08.2011

"Die Probleme hat die Nordsee auch"

Falsch beflaggte Schiffe aus Europa fischen in Afrika die Meere leer, weiß der Fischer Gaoussou Gueye. In der Nordsee machten niederländische Konzerne das genauso.

Weiterlesen …

12.08.2011

Bildungs- und Informations-DVD zum Dokumentarfilm "Hunger" erhält Comenius-Medaille

Der 90-minütige Dokumentarfilm "Hunger" erzählt, wie Menschen, Gruppen und Organisationen dem Hunger in der Welt begegnen wollen. Die Bildungs- und Informations-DVD zum Film ist kürzlich mit der Comenius-Medaille für didaktische Multimedia-Produktionen ausgezeichnet worden, wie die Pressestelle der Aktion "Brot für die Welt" mitteilt.

Weiterlesen …

10.08.2011

Fischereiministerkonferenz der norddeutschen Bundesländer

Zur Fischereiministerkonferenz der norddeutschen Länder haben die entwicklungspolitischen Landesnetzwerke aus Hamburg, Bremen und Schleswig-Holstein sowie der Evangelische Entwicklungsdienst und Fair Oceans im Kontext der Veranstaltungsrundreise "Leere Netze?" Presseerklärungen zur globalen Situation der Fischerei und der Verantwortung der europäischen Politik herausgegeben.

Weiterlesen …

09.02.2011

Fischtheke

EED-Studie zur Fischerei auf dem Weltsozialforum

Wenn westafrikanische Fischer gemeinsam mit Investoren aus Europa und Asien Fischereiunternehmen aufbauen, bleiben die Netze der Kleinfischer vor Ort leer. Dies geht aus einer Studie hervor, die der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) auf dem Weltsozialforum in Dakar vorstellt.

Weiterlesen …

02.02.2011

In der Tiefsee gibt es keinen Freibrief für Konzerne

HAMBURG taz | Die Ölbohrplattform "Deepwater Horizon", die im April im Golf von Mexiko unterging, war erst der Anfang. Nicht nur Erdöl und Gas, auch Mineralien, Gold und Industrierohstoffe werden in wenigen Jahren immer häufiger aus der Tiefsee gefördert werden. Der Internationale Seegerichtshof in Hamburg fällte dazu am Dienstag ein richtungweisendes Urteil: Energie- und Bergbaukonzerne müssen zukünftig in vollem Umfange haften und können ihre Verantwortung nicht durch eine clevere Vertragsgestaltung auf Entwicklungs- und Schwellenländer abladen.

Weiterlesen …

05.12.2010

Fischtheke

Fische und Knollen

Arbeitsgruppe Meerespolitik beim Forum Umwelt & Entwicklung gegründet.

Weiterlesen …

15.09.2010

Seile

Vernetzung

Im November 2010 wird im Rahmen des Forums Umwelt und Entwicklung zu dem Gründungstreffen einer überregionalen Arbeitgruppe zur Meerespolitik eingeladen.

Weiterlesen …

15.09.2010

Wem gehört das Meer?

Gegen 2 Euro ist die 74seitige Broschüre "Wem gehört das Meer?" mit einer ganzen Reihe informativer Artikel zur Meerespolitik zu beziehen.

Weiterlesen …

World Oceans Day 2016

Neue Herausforderungen für den internationalen Meeresschutz und eine gerechte maritime Entwicklungspolitik

08. Juni 2016, 11.00-18.00 Uhr

Vertretung des Landes Bremen in Berlin - Hiroshimastr. 24 - 10785 Berlin

 

Der World Oceans Day soll den Blick auf die weit reichende, globale Bedeutung der Ozeane und Meere für Umwelt und Entwicklung lenken. Beispielhaft für die Situation der Menschen an den Küsten der Welt und die aktuelle Gefährdung der marinen Ökosysteme sind der Pazifik und seine Inselstaaten. Mit einer Wasserfläche, die größer ist als die Oberfläche unseres Nachbarplaneten Mars und Gesellschaften, die besonders eng mit dem Meer verbunden sind, ist der Pazifik und die Lösung der dortigen Probleme entscheidend für den Erfolg der internationalen Meerespolitik.

Die Tagung wird entlang verschiedener Entwicklungen im Pazifik und neuer Strategien des Meeresschutzes übergreifende Fragen der internationalen Meerespolitik diskutieren. Im Mittelpunkt werden dabei die Ziele Nachhaltiger Entwicklung für die Ozeane und Meere (SDG 14), der aktuelle 10-Punkte-Plan des BMZ zum Meeresschutz sowie die Problematiken des Tiefseebergbaus, der Fischerei und der Meeresverschmutzung stehen.

Die Berücksichtigung maritimer Umwelt- und Entwicklungsfragen im Rahmen der Ziele Nachhaltiger Entwicklung und des G7-Prozesses zeigt die wachsende Bedeutung der Meerespolitik für die internationale Politik. Hierauf hat das BMZ mit der Verabschiedung eines 10-Punkte-Plans zum Meeresschutz reagiert. Brot für die Welt, das Forum Umwelt und Entwicklung und Fair Oceans wollen diese neuen Meeresstrategien und deren Ansätze zur Lösung der maritimen Probleme erörtern und mit Positionen deutscher Nichtregierungsorganisationen und wissenschaftlichen Betrachtungen vergleichen.

Referentinnen und Referenten werden die verschiedenen Aspekte vorstellen, in mehreren Panels gemeinsam diskutieren und für einen anschließenden Austausch zur Verfügung stehen. Die Panels konzentrieren sich dabei auf folgende Fragestellungen:

• Die Ziele Nachhaltiger Entwicklung (SDG) für die Ozeane und Meere – Erhält der internationale Meeresschutz neue Impulse durch das SDG 14?

• Meeresschutz zwischen Umwelt und Entwicklung - Wie weit reichen die Ansätze der deutschen Entwicklungspolitik für die Ozeane und Meere?
 
• Tiefseebergbau im Kontext der Blue Economy - Chance oder Risiko?

 

 

PROGRAMM
 
11.00 - Begrüßung und Einführung
Kai Kaschinski, Fair Oceans

11.15 - Vortrag - Small Island Development States und marine Umweltprobleme – Haben die pazifischen Inselstaaten eine Zukunft?
Dr. Helge Wendenburg, BMUB

11.45 - Panel 1 - Die Ziele Nachhaltiger Entwicklung für die Ozeane und Meere – Erhält der internationale Meeresschutz neue Impulse durch das SDG 14?
Dr. Klaus Schilder, Misereor
Marie-Luise Abshagen, Forum Umwelt und Entwicklung

13.00 - Mittagspause

14.00 - Vortrag - Die Herausforderungen des internationalen Meeresschutzes für die deutsche Entwicklungspolitik
Ulrike Haupt, BMZ

14.30 - Panel 2 - Meeresschutz zwischen Umwelt und Entwicklung – Wie weit reichen die Ansätze der deutschen Entwicklungspolitik für die Ozeane und Meere?
Ulrike Haupt, BMZ
Uwe Johannsen, WWF
Francisco Marí, Brot für die Welt

15.45 - Kaffeepause

16.15 - Panel 3 - Tiefseebergbau im Kontext der Blue Economy – Chance oder Risiko?
Prof. Dr. Uwe Jenisch, Walther-Schücking-Institut für Internationales Recht
Dr. Matthias Haeckel, Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung
Kai Kaschinski, Fair Oceans

17.30 - Abschlussbetrachtungen und Empfang

 
 

Trawler – Fischstäbchen – Fischmehl


Bremen – Zentrum des nachhaltigen Fischhandels?


01. April 2015

19.00 Uhr

 

Bremische Bürgerschaft

Sitzungssaal II

 

Teilnehmer*innen:

Frank Willmann, Grüne, MdBB

Claudia Bernhard, Linke, MdBB

Heiko Strohmann, CDU, MdBB

Sarah Ryglewski, SPD, MdBB

 

Impulsreferat:

Dr. Rainer Froese, GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

 

Einleitung, Kommentierung und Moderation:

Francisco Mari, Brot für die Welt

Kai Kaschinski, Fair Oceans

Dr. Ursula Hudson, Slow Food Deutschland e.V.


 
Die Veranstaltung organisieren:

Brot für die Welt +++ Fair Oceans +++  Slow Food Deutschland e.V.

Ein anderes Meer ist möglich!

Über die Grenzen des Blauen Wachstums und die Zukunft der Ozeane

 

Am 19. und 20. Mai findet in diesem Jahr in Bremen auf Einladung der EU-Kommission die größte meerespolitische Veranstaltung Europas statt. Ein breites Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen nutzt diesen offiziellen Europäischen Tag der Meere (EMD), um ihre Vorstellungen zur Zukunft der Meere in der Öffentlichkeit zu diskutieren und die aktuellen blauen Wachstumskonzepte in Frage zu stellen. Vom 15. bis 17. Mai wird vor diesem Hintergrund eine vom Bündnis ausgerichtete Konferenz unter dem Titel Ein anderes Meer ist möglich! sowie verschiedene andere Veranstaltungen der Partnerorganisationen im Vorfeld die Spannbreite zivilgesellschaftlicher Perspektiven zur Meerespolitik präsentieren. In diesem Kontext wird eine Erklärung zur Zukunft der Ozeane mit meerespolitischen Forderungen der zivilgesellschaftlichen Akteure verabschiedet.
 
 
Gemeinsam laden folgende Partnerorganisationen zur Konferenz ein:
 
+++ Bremer entwicklungspolitisches Netzwerk +++ Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst +++ Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland +++ Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz +++ Deepwave +++ Deutsche Seemannsmission +++ IntKom/Fair Oceans +++ Forum Umwelt und Entwicklung +++ Greenpeace +++ medico international +++ Naturschutzbund Deutschland +++ Redaktion Waterkant +++ Robin Wood +++ Shipbreaking Platform +++ Slow Food Deutschland +++ International Transport Workers' Federation/ver.di +++ Whale and Dolphin Conservation +++ World Wide Fund For Nature +++


Foto von Martin Liebermann-Wellen und Brandung- Langeoog-2013-verändert-2.0 Generic-flickr

Rund um den Europäischen Tag der Meere

 

Neben den hier aufgeführten Veranstaltungen seitens der am zivilgesellschaftlichen Bündnis beteiligten Organisationen finden europa- und bundesweit noch verschiedene weitere Aktivitäten im Umfeld des Europäischen Tags der Meere statt. Neben den unten beschriebenen Veranstaltungen, sind auf den folgenden Webseiten zusätzliche Termine zu finden:
 
European Maritime Day (english)
 
Das Meer - Unser Blaues Wunder
 
 
Bereits im Dezember 2013 hat Fair Oceans gemeinsam mit Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst und dem Forum Umwelt und Entwicklung zu der Tagung Die Zukunft der Meere - Umwelt und Entwicklung auf See eingeladen und mit einer kritischen Betrachtung aktueller meerespolitischer Probleme auch einen ersten Blick auf den Europäischen Tag der Meere geworfen.
 
Infos, die ausführliche Berichterstattung der Redaktion des Schattenblicks und Videos zur Tagung Die Zukunft der Meere
 
 
Der WATERKANT-Redakteur Burk­hard Ilsch­ner hat angesichts des Europäischen Tags der Meere und auf Anregung Fair Oceans eine längere Betrachtung mit dem Titel "High Noon" muss warten ver­fasst, die zurück­blickt auf mehr als 30 Jahre bun­des­deut­scher Mee­res­po­li­tik und aus der sich – sub­jek­tive – Anre­gun­gen erge­ben für die Festlegung der Grenzen des Blauen Wachstums.
 
 
 
Mittwoch, 23. April, 20:00 Uhr
 
Das Meer – Geschichte der ältesten Landschaft
Lesung und Gespräch mit Dieter Richter
 
Wo kommt das Meer her, wem gehört es, und welche Bedeutung hat es für uns Menschen? Dieter Richter hat eine Kulturgeschichte des Meeres geschrieben, von den Schöpfungsmythen bis zum Klimawandel, von der Tiefsee bis zum Badestrand. Gemeinsam mit dem Bremer Autor wollen wir der Bedeutung der Meere für Kultur und Politik und der mit ihnen verbunden Angst und Faszination nachgehen.
 
Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung in der Villa Ichon, Goetheplatz 4, 28203 Bremen - Eintritt: 5 € (ermäßigt 3 €)
 
 
Sonntag, 04. Mai, 15:00 Uhr
 
Der letzte Ozean – Paradies am Ende der Welt
Filmvorführung mit einer Einführung von Onno Groß
 
Das Rossmeer in der Antarktis ist eines der letzten unberührten Meere unserer Erde. Das uralte Ökosystem ist die Heimat von Walen, Robben, Pinguinen und dem antarktischen Dorsch. Jedoch ist auch das Rossmeer angesichts weltweit sinkender Fischbestände zunehmend von internationalen Fischereiinteressen bedroht. Der Meeresbiologe Onno Groß von Deepwave e.V. stellt das bedrohte Ökosystem in einer Einführung vor.  Anschließend zeigen wir den Film „The last Ocean“ in dem das Rossmeer und Initiativen zu seinem Schutz dargestellt werden.
 
Vorführung der Heinrich-Böll-Stiftung im CITY 46 | Kommunalkino Bremen, Birkenstraße 1, 28195 Bremen - Eintritt frei
 
 
05. – 31. Mai
 
BUND-Wanderausstellung
Eingetaucht - Vielfalt in unseren Meeren
 
Weit vor unseren Küsten, in der 12- bis 200-Seemeilen-Zone, im trüben Wasser von Nord- und Ostsee verbergen sich Riffe und Sandbänke, die überraschend bunte und artenreiche Lebensgemeinschaften beherbergen.
Um diese besonderen Lebensräume mit ihren zahlreichen faszinierenden Bewohnern zu erhalten, wurden neun große, von der Öffentlichkeit bisher kaum beachtete marine Schutzgebiete eingerichtet. Damit ist heute fast die Hälfte der deutschen Meeresfläche Teil des europäischen Natura 2000-Netzwerks. Doch was zeichnet diese Gebiete fernab der Küste aus? Warum und wovor brauchen diese Lebensräume Schutz? Und was muss getan werden, um sie langfristig zu erhalten?
 
Die Wanderausstellung des BUND-Projektbüros Meeresschutz ist zu sehen im Haus der Wissenschaft, Sandstraße 4/5, 28195 Bremen, Montag bis Freitag von 10.00 -19.00 Uhr und Samstag von 10.00 – 14.00 Uhr - Eintritt frei
 
 
Montag, 05. Mai, 20.00 Uhr
 
Der letzte Fang
Dokumentarfilm in Gegenwart des Regisseurs Markus CM Schmidt
 
Von Fischernetzen im Mittelmeer bis zur Thunfischauktion in Japan. In „ Der letzte Fang“ reisen wir um die ganze Welt und erkunden die Abgründe der Überfischung – ein düsteres Geschäft, das letztendlich etliche Arten bedroht.
Zum einen werden zwei Fischerteams aus der südfranzösischen Küstenstadt Séte bei ihrer Arbeit begleitet. Zum anderen berichtet der Fischfang-Experte Robert Mielgo, der sich seit langem gegen die Überfischung einsetzt, über die rücksichtslosen Praktiken im Fischfang. Der Film besticht durch die Kraft seiner Bilder.
 
Vorführung des Wasserforums Bremen in Kooperation mit dem CITY 46 | Kommunalkino Bremen, Birkenstraße 1, 28195 Bremen
 
 
Dienstag, 06. Mai, 20.30 Uhr
 
Versenkt und Vergessen: Atommüll vor Europas Küsten
Dokumentarfilm von Thomas Reutter und Manfred Ladwig
 
Die beiden Filmemacher haben sich auf die Suche nach Exemplaren der mehr als 100 000 Atommüllfässern gemacht, die seit den 70er Jahren auf hoher See verklappt wurden. Als die Öffentlichkeit damals erfuhr, was im Meer geschah, gewann die Umweltorganisation Greenpeace ihren Kampf gegen diese unglaubliche Entsorgungspraxis. Trotzdem wird heute noch flüssiger Atommüll von den Wiederaufbereitungsanlagen in die Irische See und in den Ärmelkanal geleitet ohne dass das Ausmaß der Gefahren klar ist.
 
Vorführung des Wasserforums Bremen in Kooperation mit dem CITY 46 | Kommunalkino Bremen, Birkenstraße 1, 28195 Bremen
 
 
Sonntag, 18. Mai
 
Public Day an der Bremer Schlachte
Infostände und Informationen
 
Auf dem offiziellen Public Day des Europäischen Tags der Meere werden verschiedene Organisationen aus dem zivilgesellschaftlichen Bündnis mit Ständen und Informationen entlang der Schlachte in der Bremer Innenstadt vertreten sein. Infostände in der Nähe der Stephanibrücke und des Weserbahnhofs werden der BUND, der NABU Bremen, die Deutsche Seemannsmission und Greenpeace Bremen aufbauen. Zudem werden die Bremer Organisationen des Bündnisses mit Flyern über ihre Positionen zur Meerespolitik informieren.
 
Programm des Public Day im Rahmen des Europäischen Tags der Meere (english)
 
Programm des Public Day im Rahmen des Europäischen Tags der Meere
 
 
Montag und Dienstag, 19. und 20. Mai
 
Kongress des Europäischen Tags der Meere
Gespräche, Positionen und Workshop
 
Während des offiziellen Kongresses wird der World Wide Fund For Nature gemeinsam mit dem Institut für Seevölkerrecht und Internationales Meersumweltrecht am Montag von 11.00-12.30 Uhr einen Workshop mit dem Titel Limits to Blue Growth in the Deep Sea ausrichten. Brot für die Welt und Fair Oceans stellen für Gespräche mit den Gästen des Kongresses und für die Präsentation von Infomaterial zur Meerespolitik einen Stand zur Verfügung und laden die internationalen Gäste der zivilgeselllschaftlichen Konferenz und Vertreterinnen und Vertreter des Bündnisses als Gesprächspartner dorthin ein. Das Bündnis wird den Kongress nutzen, um sein gemeinsames Positionspapier zur Meerespolitik der Öffentlichkeit vorzustellen.
 
Programm des Kongresses der Europäischen Kommission zum Europäischen Tag der Meere


Öffentliche Konferenz

 

Die Konferenz des zivilgesellschaftlichen Bündnisses zum Europäischen Tag der Meere thematisiert die Grenzen des Blauen Wachstums und die Zukunft der Ozeane unter dem Titel Ein anderes Meer ist möglich!

 

Konsul-Hackfeld-Haus in Bremen

15. Mai bis 17. Mai 2014

Birkenstraße 34 - 28195 Bremen

 

 

Das Meer ist nicht mehr unendlich, die Ozeane verändern ihr Gesicht: Mit neuen Technologien und zunehmender Geschwindigkeit stößt der Mensch auf die Hohe See und in ihre Tiefen vor. Immer neue Vorhaben zielen darauf, auch den letzten Winkel der Meere zu erschließen. Wie zuvor das Land wird nun die See „kultiviert“. Eine nachholende Industrialisierung hat eingesetzt, die mit zunehmendem Druck beschleunigt wird. Schritt um Schritt geraten dabei Bereiche ins Blickfeld, die bisher kaum oder in erster Linie traditionell von Fischerei und Schifffahrt genutzt wurden.

 

Große Umbrüche finden somit auf See statt. Weltweit werden tausende von Offshore-Plattformen, Aquakulturen und Windkraftanlagen errichtet. Ölbohrungen werden unter hohem Risiko tausende von Metern unter der Meeresoberfläche vorgenommen. Ohne die Containerschifffahrt ist die Globalisierung nicht mehr denkbar und die Schifffahrt wiederum nicht ohne ihre international zusammengesetzten, oft entrechteten und meist unterbezahlten Besatzungen. Die Erkundung und Förderung von mineralischen Ressourcen aus großen Meerestiefen ist geplant, ohne dass ein hinreichendes Wissen über die ökologischen Konsequenzen existiert, das die Voraussetzung für eine gewissenhafte Prüfung wäre. Die biotechnologische Forschung greift nach dem genetischen Code von Organismen der Tiefsee. Hochgerüstete Trawler machen Jagd auf die letzten lukrativen Fischbestände und konkurrieren mit der handwerklichen Fischerei. Per Flugzeug, Schiff und Lkw gelangen Millionen Tonnen Fisch in die Europäische Union, während die Ernährungssicherheit in vielen Ländern des globalen Südens nicht gewährleistet ist.

 

Vor diesem Hintergrund verabschiedete die Europäische Kommission 2012 die Strategie des „Blauen Wachstums“. Die weitere Erschließung der Meere wird hier vor allem als ökonomische Chance betrachtet, die Rohstoffe der Ozeane gelten als willkommener Ersatz für die an Land zur Neige gehenden Ressourcen. Geplant wird in großen Dimensionen, aber notwendige politische Prozesse, Partizipation und Transparenz werden hintangestellt. Der Öffentlichkeit werden neue Arbeitsplätze, Rohstoff- und Energiequellen versprochen, ohne die Rahmenbedingungen und Ziele der angepriesenen Projekte tatsächlich zu erörtern.

 

Das letzte und zugleich größte Ökosystem der Erde ist zum Objekt europäischer Politik geworden. Millionen von Menschen an den Küsten und auf See erfahren einschneidende Veränderungen, aber niemand entwirft bisher eine angemessene politische Utopie davon, wohin die Reise letztlich gehen soll. Welches Meer wollen wir? Was müssen wir tun, was fordern, damit die Belastungsgrenzen unseres Planeten und seiner Ökologie respektiert werden? Reichen die Gesetze und Abkommen der internationalen Staatengemeinschaft und der EU aus, um Fehlentwicklungen zu verhindern? Was wollen die Menschen, die seit Jahrtausenden die Küsten bewohnen und das Meer nutzen?

 

Geht diese Entwicklung weiter wie bisher, besteht die Gefahr, dass auf See die gleichen Fehler wie an Land wiederholt werden. Ohne die ökologischen und sozialen Gegebenheiten ausreichend zu berücksichtigen, vorausschauend zu handeln und die Betroffenen einzubeziehen, werden Fakten geschaffen. Ganze Ökosysteme und die Existenzgrundlage von Küstengemeinden können unwiederbringlich verloren gehen.

 

Während die EU-Kommission in dieser Situation ihren großen alljährlichen Kongress unter die Überschrift „Innovation driving Blue Growth“ stellt, wird die Konferenz des Bündnisses stattdessen unter dem Motto „Ein anderes Meer ist möglich!“ die Grenzen des Blauen Wachstums in den Vordergrund rücken. Nicht technische Lösungen, sondern soziale und umweltpolitische Fragen werden vom 15. bis 17. Mai erörtert. Die Spannbreite der Beiträge reicht so von Problemen des Meeresschutzes über die Rolle der Fischerei für die Ernährungssicherheit bis zu den Arbeitsbedingungen auf See, den Gefahren einer Flucht über See, den möglichen Auswirkungen des Tiefseebergbaus und aktuellen Entwicklungen des Seerechts. "Ein anderes Meer ist möglich!" richtet den Blick auf Alternativen und bietet Raum für Informationsaustausch und die viel zu lange vernachlässigte Debatte zur Zukunft der Weltmeere.


Foto von Kai Kaschinski-2009-2.0 Generic-Fair Oceans

Programm

 

Donnerstag, 15. Mai 2014
 
18.30 Uhr Eröffnung
 
Begrüßung und Einführung
 
Sonja Weinreich (Brot für die Welt)
Kai Kaschinski (Fair Oceans)
 
20.00 Uhr Podium
 
Die Grenzen des Blauen Wachstums
 
Nicole Franz (FAO)
Antje Boetius (AWI)
Francisco Mari (Brot für die Welt)
Thilo Maack (Greenpeace)
Moderation: Cornelia Wilß
 
 
Freitag, 16. Mai 2014
 
10.00 Uhr Einführung
 
10.30 Uhr - 12.00 Uhr Veranstaltungen Teil 1
 
Walheimat – Marine Ökosysteme verlangen Schutz!
 
Whale and Dolphin Conservation (WDC)
 
David Pfender
 
 
Faire Jobs in der maritimen Industrie - Die ITF-Billigflaggenkampagne
 
International Transport Workers' Federation (ITF)/ver.di
 
Torben Seebold
 
12.00 – 13.00 Uhr Mittagspause
 
13.00 – 14.30 Uhr Veranstaltungen Teil 2
 
Offshore Windkraft in Deutschland
- Naturverträglichkeit in Theorie und Praxis

 
Naturschutzbund Deutschland (NABU)
 
Kim Detloff
 
 
Flucht über See - (Un-)Recht auf See
 
Fair Oceans
medico international
 
Silja Klepp (artec Forschungszentrum)
Helmut Dietrich (Forschungsgesellschaft Flucht & Migration)
 
 
14.30 – 15.15 Uhr Kaffeepause
 
15.15 – 16.45 Uhr Veranstaltungen Teil 3
 
Die Hohe See – Goldgrube oder gemeinsames Erbe der Menschheit?
 
World Wide Fund For Nature (WWF)
 
Stephan Lutter
Tim Packeiser
Sebastian Unger (Institute for Advanced Sustainability Studies)
 
 
Kleine Fische : Großer Fang
- Kleinfischerei im Kontext internationaler Fischereipolitik

 
Brot für die Welt
Fair Oceans
 
Francisco Mari
Nicole Franz (FAO)
Gerold Conradi (Küstenfischer)
 
16.45 – 17.00 Uhr Pause
 
17.00 Uhr Veranstaltungen Teil 4
 
Plastik – weniger ist Meer
 
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)
 
Nadja Ziebarth
 
Wettlauf um den Pazifik und die Schätze der Tiefsee
 
Brot für die Welt
Fair Oceans
 
Kai Kaschinski
Rosa Koian (Bismarck Ramu Group)
Maureen Penjueli (Pacific Network on Globalisation)
 
18.30 Uhr Pause
 
18.30 Uhr - 19.15 Uhr Illustration des soziokulturellen Projekts:
Mare Nostrum – Raum für Dialog und Diversitaet
 
Die Stimme Westafrikas in Zeiten des Wandels und der Unsicherheit
- Kollektive Erinnerung & Kollektives Bewusstsein
Am Beispiel traditioneller Fischergemeinden im Senegal
 
20.00 Uhr Podium

 
Zur Zukunft des Meeresschutzes
 
Inge Paulini (WBGU)
Nadja Ziebarth (BUND)
Stephan Lutter (WWF)
Uwe Jenisch (Walther-Schücking-Institut für Internationales Recht)
Moderation: Cornelia Wilß
 
 
Samstag, 17. Mai 2014
 
10.00 Uhr Einführung
 
10.30 Uhr - 12.00 Uhr Veranstaltungen Teil 5
 
Maritimer Raubbau in Kunst und Medien
 
Fair Oceans
 
Lisa Rave (Preisträgerin des Videokunst Förderpreis Bremen)
Sarah Zierul (Journalistin und Regisseurin)
 
 
Globalisierung – Seeleute unterwegs auf allen Meeren
 
Deutsche Seemannsmission
 
Heike Proske
 
12.00 – 13.00 Uhr Mittagspause
 
13.00 – 14.30 Uhr Veranstaltungen Teil 6
 
OFF THE BEACH!
Die globale Kampagne für sicheres und sauberes Schiffrecycling

 
Shipbreaking Platform
 
Patrizia Heidegger
 
 
Ernährung und Fischereipolitik
 
Slow Food Deutschland e.V.
Brot für die Welt
 
Ursula Hudson
Francisco Mari
Rainer Froese (Geomar)
Mark Prein (GIZ, angefragt)
N.N. (Spitzenkoch)
 
14.30 – 15.15 Uhr Kaffeepause
 
15.15 – 16.45 Uhr Veranstaltungen Teil 7
 
Die Rolle der Ozeane beim Klimawandel
 
Deepwave
 
Onno Groß
 
 
Die Meere - Schwarzes Loch im Völkerrecht?
 
Forum Umwelt und Entwicklung
 
Jürgen Maier
Erik van Doorn (Walther-Schücking-Institut für Internationales Recht)
 
16.45 – 17.00 Uhr Pause
 
17.00 Uhr Plenum
 
Resümee und Abschlusserklärung der Konferenz
 
18.30 Uhr Verabschiedung


Organisatorisches

 

Die Veranstaltungen und die Konferenz sind öffentlich und die Teilnahme ist kostenlos. Um eine bessere Planung der Tagung zu ermöglichen, bitten wir hierfür um eine schriftliche Anmeldung per E-Mail unter:

fair-oceans@gmx.info

 

Die Konferenz wird organisiert vom Arbeitsschwerpunkt Fair Oceans des Vereins für Internationalismus und Kommunikation e.V. (IntKom) gemeinsam mit Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst und dem Forum Umwelt und Entwicklung.

 

Nähere Informationen zu den Veranstaltungen des Bündnisses und der Konferenz erhalten Sie unter:

Kai Kaschinski (Fair Oceans)

Mobil: 0049-(0)152-295 170 04

E-Mail: fair-oceans@gmx.info


Förderung

 

Die Tagung wird ausgerichtet mit Mitteln des »Vereins für Internationalismus und Kommunikation e.V.« und gefördert aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes durch »Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst« und gefördert aus der Lotterie »BINGO! - Die Umweltlotterie« durch den »Senator für Umwelt, Bau und Verkehr« sowie gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ.

 

 

Der Herausgeber ist für den Inhalt allein verantwortlich.
 
 
V.i.S.d.P.: IntKom - Bernhardstraße 12 - 28203 Bremen