Wem gehört der Fisch?
Tagung im Klimahaus in Bremerhaven
--- Pressemitteilung von Fair Oceans zu den Ergebnissen der Tagung ---
am 08. Oktober 2011
von 10.30 bis 18.00 Uhr
Am Längengrad 8 - 27568 Bremerhaven
Fisch ist eine knappe und begehrte Ressource.
Mit immer größerem Aufwand versuchen die Fischereiflotten ihre Fänge
einzubringen. Kleinfischer werden in diesem Wettkampf um den Fisch mehr
und mehr von der industriellen Fischerei verdrängt. Doch die
Überfischung der Meere setzt der Fischerei zunehmend Grenzen und
gefährdet die Meeresökologie. Ohne Fisch haben die Fischer keine
Zukunft.
Angetrieben
wird diese problematische Entwicklung unter anderem durch eine Zunahme
des Fischkonsums und eine Ausweitung des Handels mit
Fischereierzeugnissen. So importiert Europa inzwischen mehr als die
Hälfte des hier verzehrten Fisches. Zudem erwirbt die EU mit
Partnerschaftsverträgen vor Westafrika und im Pazifik Lizenzen, um
seine subventionierten und überdimensionierten Flotten dort auf
Fangfahrt schicken zu dürfen. Der Fisch, den die Menschen im Süden
dringender für ihre Ernährung brauchen als wir, landet letztlich dann
bei uns.
Vor
diesem Hintergrund wird die globale Bedeutung der Reform der
EU-Fischereipolitik deutlich. Um eine ausführliche Diskussion der
entwicklungs- und umweltpolitischen Bedeutung der europäischen
Fischereipolitik zu ermöglichen, findet am 08. Oktober 2011 im
Klimahaus in Bremerhaven die Tagung »Wem gehört der Fisch?« statt.
Zum
einen soll mit der Tagung der Austausch der inhaltlichen Positionen
zwischen Umwelt-, Fischerei- und Entwicklungspolitik vorangebracht
werden. Zum anderen soll in Hinsicht auf die Reform der
EU-Fischereipolitik die öffentliche Aufmerksamkeit auf die globale
Dimension der Fischereipolitik und die Rolle der EU gelenkt werden.
Auf
der Tagung werden deshalbg verschiedene zivilgesellschaftliche und
fachliche Betrachtungen der Fischereipolitik zur Sprache kommen.
Thematisch wird dabei ein Bogen zwischen Umwelt und Entwicklung
geschlagen, der die Situation der Fischerei im globalen Süden mit der
an der norddeutschen Küste verbinden soll.
Programm
10.00 Uhr - Einlass
10.30 Uhr - Begrüßung und Einführungsreferat
Was haben Entwicklungs- und Meerespolitik miteinander gemein?
Kai Kaschinski (Fair Oceans)
11.00 Uhr - Referat und Diskussion
Und wo ist der Kabeljau?
Zur Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik in Europa.
Rainer Froese (IFM-GEOMAR)
12.00 Uhr - Podium und Diskussion
Welche
Schlussfolgerungen lassen sich aus den Erfahrungen im Meeresschutz und
der Fischerei für eine nachhaltige Fischereipolitik ziehen?
Nina Wolff (OCEAN2012)
Ralf Döring (vti - Institut für Seefischerei)
Dirk Sander (Erzeugergemeinschaft Weser-Ems)
Lothar Vogt (Der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen - Fischwirtschaft)
13.30 Uhr - Mittagspause
14.30 Uhr - Referat und Diskussion
Welche Auswirkungen hat die Fischereipolitik im globalen Süden?
Francisco Mari (EED)
15.30 Uhr - Kaffeepause
16.00 Uhr - Podium und Diskussion
Welche
Ansatzpunkte hat die Entwicklungspolitik zur Umsetzung von
Ernährungssicherheit, Meeresschutz und Armutsbekämpfung in der
Fischerei?
Billo Heinzpeter Studer (fair-fish)
Jens Ambsdorf (Lighthouse Foundation)
Marc Nolting (giz - Aquatische Ressourcen)
Gaoussou Gueye (CONIPAS)
17.30 Uhr - Perspektiven und Auswertung
Was bleibt zu tun?
Béatrice Gorez (CFFA)
18.00 Uhr - Ende

Anmeldung
Um
uns eine bessere Planung der Tagung zu ermöglichen, bitten wir, wenn
möglich, um eine schriftliche Anmeldung per E-Mail unter: fair-oceans@gmx.info
Die
Tagung wird organisiert von der »Arbeitsstelle Agrarhandel und
Fischerei« des »Evangelischen Entwicklungsdienstes« (EED) und dem
Arbeitsschwerpunkt »Fair Oceans« des »Vereins für Internationalismus und
Kommunikation e.V.« (IntKom) in Kooperation mit »OCEAN2012« und dem »Forum Umwelt und Entwicklung«. Untertützt wird sie zudem vom Nord-Süd-Forum Bremerhaven e.V. und der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Region Bremen-Weser-Elbe.
Die Rundreise ist Teil des Projektes »Die Bedeutung der Meerespolitik für das Nord-Süd-Verhältnis« des Vereins IntKom und seines Arbeitsschwerpunktes Fair Oceans und
wird gefördert mit Mitteln des »Evangelischen Entwicklungsdienstes«,
von »Umverteilen! Stiftung für eine, solidarische Welt« und aus der
Lotterie »BINGO« durch den »Senator für Umwelt, Bau und Verkehr« und umgesetzt mit finanzieller Unterstützung des BMZ.
Tagung: Meer oder weniger?
Als Kooperationspartner der Tagung "Meer oder weniger? Über die Benutzung eines Gemeingutes: Blaue Träume und graue Wirklichkeiten" von "umdenken - Heinrich-Böll-Stiftung e.V." berichtet Fair Oceans am 20. August 2011 in Hamburg im Rahmen eines Workshops über die Ergebnisse der Rundreise "Leere Netze?" und ihre zentralen Inhalte. Das vollständige Programm der Tagung können Sie dem Flyer entnehmen. Während der Tagung wird die Austellung "Fair Oceans" zu sehen sein.
Rundreise: Leere Netze!?
Fischerei zwischen Globalisierung und Meeresschutz
Eine Rundreise vom 26. Juli bis zum 11. August 2011 entlang der norddeutschen Küste mit Vorträgen und Diskussionen zu den Problemen, Auswirkungen und globalen Zusammenhängen der Fischerei.
Von den Erfahrungen und der Situation der Kleinfischerei vor der Küste Westafrikas berichtet Gaoussou Gueye aus dem Senegal.
Angesichts der sich weltweit verschärfenden Ernährungskrise und der parallel zunehmenden Überfischung der Weltmeere ist eine nachhaltige Entwicklung der Fischerei ungemein wichtig. Rund eine Milliarde Menschen sind bei ihrer Versorgung mit Eiweißen vom Fisch abhängig. Gleichzeitig sind die Meeresökosysteme extrem bedroht. Bis hinein in das 20. Jahrhundert galten die Weltmeere als unerschöpfliche Ressourcenquelle. Diese Einschätzung hat sich heute grundsätzlich gewandelt. Etwas mehr als die Hälfte aller genutzten Fischbestände werden bis an ihre Grenzen befischt, über ein Viertel der Bestände werden über diese hinaus ausgebeutet, sind bereits erschöpft oder erholen sich nur langsam.
Demgegenüber stehen weltweit circa 43,5 Millionen Menschen, die in der Fischerei und der Aquakultur arbeiten und rund zwei Millionen Boote betreiben. Die weitaus meisten von ihnen sind Kleinfischer im globalen Süden. Allein in Afrika sind es zwischen sechs und neun Millionen Kleinfischer, für die es durch die Überfischung, die internationale Konkurrenz um die Fanggebiete und die Industrialisierung der Fischerei immer schwieriger wird mit dem Fischfang den Lebensunterhalt zu verdienen.
Das Gleiche gilt für die Küstenfischer in Deutschland. Auch sie sind vom globalen Konkurrenzdruck betroffen und müssen auf die ökologischen und wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen reagieren. In beiden Fällen spielt dabei die EU-Fischerei- und Handelspolitik eine zentrale Rolle.
Die Ausrichtung der Subventionspolitik im Fischereiwesen, der Kauf von Fanglizenzen vor Afrika, die Kontrolle illegaler Piratenfischerei und die Festlegung angemessener Quoten für den Erhalt der Fischbestände sind nur einige der relevanten Aspekte, die in den Veranstaltungen zur Diskussion stehen.
Reisetagebuch
Im Reisetagebuch finden Sie aktuelle Fotos, Veranstaltungsberichte und Presseartikel.
Hintergrundinformationen
26. Juli - 19.00 Uhr • Fedderwardersiel
im und mit dem
Nationalpark-Haus Museum Fedderwardersiel
und der Butjadinger Fischereigenossenschaft eG
Am Hafen 4 - 26969 Butjadingen
27. Juli - 19.00 Uhr • Wilhelmshaven
im Strandcafé Fährhaus am Banter See
mit der Grünen Jugend
und Der Linken in Wilhelmshaven
Henschelstraße 15 C - 26382 Wilhelmshaven
28. Juli - 19.00 Uhr • Carolinensiel
im und mit dem Deutschen Sielhafenmuseum
Pumphusen 3 - 26409 Carolinensiel
29. Juli - 19.30 Uhr • Greetsiel
im Haus der Begegnung
mit dem NABU Landesverband Niedersachsen, Nationalpark-Haus Greetsiel
und der Örtlichen Erzeugergemeinschaft der Kutter- und Küstenfischer „Emsmündung“
e.V.
Zur Hauener Hooge 11 - 26736 Greetsiel
01. August - 19.00 Uhr • Bremerhaven
im Restaurant Takelage - Schaufenster Fischereihafen
mit dem Nord-Süd-Forum Bremerhaven e.V.
und der Erzeugergemeinschaft der Küstenfischer im Weser-Emsgebiet e.V.
An der Packhalle IV - 27572 Bremerhaven
02. August - 19.00 Uhr • Cuxhaven
im und mit dem
Nationalpark-Zentrum Cuxhaven
Hans-Claußen-Straße 19 - 27476 Cuxhaven
03. August - 19.00 Uhr • Husum
im und mit dem
Nationalpark-Haus Husum
dem Weltladen Husum
und der Schutzstation Wattenmeer
Hafenstraße 3 - 25813 Husum
04. August - 19.00 Uhr • Wallnau
im und mit dem
NABU Wasservogelreservat Wallnau
Wallnau 4 - 23769 Fehmarn
05. August - 19.00 Uhr • Hamburg
im Centro Sociale
mit der Bundeskoordination Internationalismus - BUKO
dem Förderkreis "Rettet die Elbe" e.V.
und
dem Eine Welt Netzwerk Hamburg e.V.
Sternstr. 2 - 20357 Hamburg
06. August - 16.30 Uhr • Büsum
im Gäste- und Veranstaltungszentrum - Kleiner Saal
mit der Sparte See- und Krabbenfischer der Nordsee
Südstrand 11 - 25761 Büsum
08. August - 19.00 Uhr • Bremen
im Übersee-Museum Bremen
mit dem Bremer entwicklungspolitischen Netzwerk e.V.
dem Projektbüro Meeresschutz des BUND Bremen
mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG)
und
dem Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung
Bahnhofsplatz 13 - 28195 Bremen
09. August - 19.00 Uhr • Lübeck
im Haus der Kulturen
mit terre des hommes - AG Lübeck
und
dem Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein
Parade 12 - 23552 Lübeck
10. August - 19.00 Uhr • Kiel
im Restaurant & Cafe Seeburg
mit Frauenwege in Togo e.V.
der Lighthouse Foundation
dem Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein
und Fisch vom Kutter
Düsternbrooker Weg 2 - 24105 Kiel
11. August - 19.00 Uhr • Rostock
im Peter-Weiss-Haus
mit dem Eine-Welt-Landesnetzwerk M-V e.V.
Doberaner Straße 21 - 18057 Rostock
Gaoussou Gueye
Geboren wurde Gaoussou Gueye 1957 in Dakar, der Hauptstadt des westafrikanischen Küstenstaat Senegal. Ausgebildet als Nautiker und Bootsmann arbeitete er zunächst auf Industrieschiffen der internationalen Ölindustrie und Hochseefischerei, u.a. für den französischen Handelsriesen »Offshore«.
»Damals habe ich erlebt, wie rücksichtslos und unkontrolliert die Fischindustrie die Umwelt verschmutzt und die Ressourcen auf dem Meer ausbeutet.« beschreibt Gaoussou seine Erfahrungen aus dieser Zeit.
Gaoussou entschloss sich Mitte der 90er Jahre zur Umkehr: Zunächst Angestellter der Hafenaufsicht in Dakar, machte er sich später im zweit wichtigsten Fischereihafen des Landes Mbour, 80 km von der Hauptstadt entfernt, selbständig. Als Zulieferer für die Fischer und Zwischenhändler gewann er das Vertrauen der Fischer. Doch das Gewerbe litt unter der Zunahme der internationalen Industriefischerei, welche den Kleinfischern Markt und Fischgründe streitig machten.
Seit über 15 Jahren unterstützt Gaoussou nun schon den Überlebenskampf senegalesischer Kleinfischer und des lokalen verarbeitenden Fischereigewerbes. Er wurde aktives Mitglied in einem lokalen Fischereigewerbeverband und bestärkte die Fischer in ihrer Verhandlungsposition gegenüber den Fischfabriken und -Händlern. Auch gegenüber dem Staat forderten sie dann Unterstützung: Insbesondere eine Überwachung der für die Kleinfischer reservierten Fischgründe und den Schutz vor den dort oft eindringenden illegalen Industriebooten.
Seit 2003 ist Gaoussou hauptamtlicher Vertreter des Kleinfischerei- und Gewerbeverband auf nationaler Ebene CONIPAS. Als Koordinator war er wichtiger Teil der Großkampagne gegen den Ausverkauf der Fischereilizenzen an internationale Fischtrawler.
»Dank des positiven Rückhalts bei Bevölkerung und Regierung gibt es seit 2006 kein Fischereiabkommen mit der Europäischen Union mehr. Doch das Problem ist existiert fort: Heute veräußert der Staat die lokalen Fischgründe heimlich an Lizenznehmer aus Asien oder Osteuropa. Wir müssen also weiter wachsam sein.« empört sich Gaoussou.
Mittlerweile ist Gaoussou Vizepräsident des Westafrikanischen Kleinfischereiverbandes CAOPA (Confédération Africaine des Organisations de Pêche Artisanale, Informationen zu CAOPA: in Englisch und Französisch); er sieht keine andere Möglichkeit mehr zur Sicherung der Lebensgrundlagen des westafrikanischen Fischereigewerbes als sich auf regionaler Ebene zu organisieren und auf internationaler Ebene Transparenz, Verantwortung und Unterstützung einzufordern.
[Autorin: Andrea Müller-Frank im Auftrag des EED nach dem Weltsozialforum im Februar 2011.]
Während der Rundreise besteht zudem die Möglichkeit zu
Gesprächen mit Gaoussou Gueye außerhalb der
Veranstaltungen und zur Vereinbarung von Presseterminen mit uns (siehe Kontakt).
Herr Gaye, sie sind seit 30 Jahren Fischer in Kayar/Senegal. Wie war ihr Leben als junger Fischer?
Vor dreißig Jahren fuhren wir mit kleineren Piroggenseglern zum Fischen und kamen mit vollen Netzen zurück. Wir fingen viele Edelfischarten und sie waren sehr groß, z.B. Doraden bis zu 90cm groß und 15cm breit. Wir waren nicht reich, aber wir konnten unsere Familien ernähren und waren im Lande hoch angesehen. Wir versorgten Dakar mit Edelfisch und das ganze Hinterland mit getrockneten Makrelen und Heringen. Fisch war die Nahrungsgrundlage unserer Bevölkerung.
Was hat sich geändert?
Heute sind die Boote motorisiert und man kann länger und weiter hinausfahren. Aber mehr Fisch fangen wir deswegen nicht, vor allem der Edelfisch, der uns viel einbrachte, ist entweder ganz klein oder findet sich gar nicht mehr in den Netzen.
Wie kam es dazu?
Nach der Erweiterung der 200 Meilen Zone war der Senegal, da es keine eigenen industriellen Fangschiffe hatte gezwungen seine Gewässer ausländischen Flotten zu öffnen. Erst kamen die Russen, dann die Japaner und zuletzt schloss Senegal ein Fischereiabkommen mit der EU ab. Die ausländischen Fangschiffe nahmen und nehmen mit, was sie bekommen können. Unmengen von Beifang werden tot wieder ins Meer gekippt, darunter auch tonnenweise Jungfisch und pelagische Arten, die das Herzstück unserer Ernährung bilden.
Wie überleben Sie und Ihre Kollegen?
Viele verlegen sich nun auf die für unsere Ernährung unwichtigeren Arten, die für den Export bestimmt sind, nämlich Tintenfisch und Krabben zum Beispiel. Manche versuchen mit 400m Netzen mit der industriellen Fischerei zu konkurrieren. Andere versuchen weit herausfahrend auch mit Langleinen Tunfisch auf 200-300m Tiefe zu fangen. Dadurch ist das Fischen auch viel gefährlicher geworden.
Welche Bedeutung hat die Fischerei noch in Ihrem Land?
600 - 800.000 Menschen leben direkt oder indirekt vom Fischfang. Es ist neben der Landwirtschaft der wichtigste ökonomische Sektor des Landes und einer der größten Devisenbringer.
Wie ist die Kleinfischerei im Senegal organisiert?
Das ist wohl die größte Veränderung der letzten 30 Jahre im Fischereisektor. Heute haben wir eine starke Organisation aller handwerklichen Bereiche der Kleinfischerei. Im Dachverband CONIPAS sind regionale Kleinfischerorganisationen, der Verband der fischverarbeitenden Frauen, die Zwischenhändler und die Händlerinnen für das Hinterland und auf den Fischmärkten organisiert. Während früher die Regierung unsere Fischgründe ohne uns zu fragen vergeben konnte werden wir heute als Gesprächspartner respektiert. Wir sitzen mit am Tisch, wenn der Senegal mit der EU oder anderen über Lizenzen oder Abkommen verhandelt. So haben wir 2006 verhindert, dass das Abkommen mit der EU verlängert wird. Nicht weil wir grundsätzlich dagegen sind, sondern weil die das Angebot der EU unzureichend und die wissenschaftliche Grundlage fragwürdig ist.
Wie sieht die Zukunft aus?
Oberstes Ziel ist es die handwerkliche Fischerei im Senegal zu erhalten. Das wird nur gelingen, wenn unsere Kinder eine Zukunft im Gewerbe sehen und nicht mit den Booten die oft tödliche Überfahrt nach Spanien riskieren. Dazu müssen wir auch bei uns Verantwortung übernehmen durch eine Registrierung der Piroggen, Schutzzonen, Fangbegrenzungen und sozialen Absicherungen, wie einer Kranken- und Rentenversicherung. Aber alles hängt davon ab, ob es uns gelingt den illegalen Fischfang, unregulierte Lizenzvergaben, und nicht nachhaltige Fangmethoden der ausländischen Trawler zu stoppen.
[Don Gaye ist Fischer im senegalesischen Dorf Kayar und Vorsitzender des Verbandes für Kleinfischerei. Das Interview führte Dissa Preira, freier Journalist in Dakar, im Mai 2010. aus: Infozeitung Fair Oceans]
Dirk Sander von der Erzeugergemeinschaft Küstenfischer Weser-Ems zur aktuellen Situation der Fischerei an der Nordseeküste. Interviewer: Kai Kaschinski, Juli 2011
In dem Interview für Radio Mondiale "Alptraum im Fischerboot - Europas Fischereipolitik und Afrikas Flüchtlinge" nimmt Francisco Mari, Mitorganisator der Rundreise, Stellung zu verschiedenen inhaltlichen Aspekten der Rundreise.
In dem taz-Artikel "Der
europäische Raubfisch - Hochsubventionierte europäische Fangflotten
ruinieren Bestände, die Preise und die regionale Wirtschaft Afrikas"
berichtete Christian Jakob während des Weltsozialforums über die Situation der Fischerei im Senegal.
Die Rundreise ist Teil des Projektes »Die Bedeutung der Meerespolitik für das Nord-Süd-Verhältnis« des Vereins IntKom und seines Arbeitsschwerpunktes Fair Oceans und wird gefördert mit Mitteln des »Evangelischen Entwicklungsdienstes«, von »Umverteilen! Stiftung für eine, solidarische Welt« und aus der Lotterie »BINGO« durch den »Senator für Umwelt, Bau und Verkehr« und umgesetzt mit finanzieller Unterstützung des BMZ.
Der Herausgeber ist für den Inhalt allein verantwortlich. V.i.S.d.P.:
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